Special Interview: Wie Dir Yoga in Zeiten der Krise / des Wandels helfen kann – Mit Eva Errerd-Spitzmüller

Interview Eva Errerd Spitzmüller

Wie Dir Yoga in Zeiten der Krise / des Wandels helfen kann

 

Es ist mir eine außerordentlich Freude, Heute das Special-Interview mit meiner Yogalehrer-Ausbilderin Eva zu veröffentlichen. 😊🙏

Aufgrund der aktuellen Lage, konnten wir leider unser Ausbildungswochenende nicht, wie geplant, umsetzen. Wir durften ungewohnter Weise Online arbeiten. Eva schickte uns dazu ein Video und – wie immer – haben mich ihre einleitenden Worten zu tiefst berührt.

Es war eine klare Eingebung, dass diese Worte genau hier her gehören und mit Euch geteilt werden sollen – Also legen wir los:

 

1) Liebe Eva, bitte stelle Dich kurz vor und verrate uns, wie lange Dich Yoga schon in Deinem Leben begleitet:

Namasté, mein Name ist Eva. Ich bin von ganzem Herzen ‚Yogini und das schon eine lange Zeit. Genau genommen, bin ich schon mit 18 Jahren mit Yoga in Verbindung gekommen –  Damals durch eine Reise nach Indien. Yoga hat mich seither nicht mehr losgelassen.

 

2) Oft wird „Yoga“ auf die Körperübungen „reduziert“ – dabei ist es soviel mehr. Was bedeutet es für Dich?

Für mich ist Yoga ein Lifestyle. Die Körperübungen sind nur ein kleiner Teil davon, obwohl ich gerne täglich Asanas praktiziere.  Dem Yoga liegt eine wunderbare Philosophie zugrunde, die mich begeistert. Je tiefer ich einsteige desto tiefer wird die Erfahrung und das scheint nicht zu enden.

Das jahrtausendealte Wissen ist aktueller denn je und die Tools oder Skills die uns der Weg des Yoga lehrt, helfen uns ein glückliches und freies Leben zu führen.

 

 

Mit COVID19 kamen außergewöhnliche Maßnahmen und Situationen auf. Global werden Menschen angehalten zu Hause zu bleiben, besondere Achtsamkeit aufzubringen und „gezwungener Maßen“ zur Ruhe gebracht – logisch, denn kaum eine „Ablenkung“ ist möglich.

Es ist offensichtlich, dass wir ALLE aus unserer Komfortzone geschupst werden und eine globale Veränderung noch nie so ungewiss und unvorhersehbar war.

Natürlich löst das Sorge, Angst und Unruhe in Vielen aus – denn Einige waren noch nie in solch einer Situation.

 

 

3) Welch einfache „Werkzeuge“ bietet uns Yoga, die problemlos in den Alltag integriert werden können und uns helfen den Geist zu beruhigen?

Das einfachste Werkzeug ist und bleibt der ATEM. Beobachte einfach den Atem für ein paar Atemzüge – solange du magst. Wenn du abschweifst, dann hole dich liebevoll wieder zurück. Das ist eigentlich die einfachste Aufgabe der Welt und doch so schwierig. Du kannst das 2 oder 3 Minuten machen oder immer mal wieder oder auch länger. Bleibe dabei immer weich und liebevoll. 

Sei niemals kritisch oder ungeduldig mit dir. Übe liebevolle Güte mit dir selbst und anderen. Sei geduldig mit dir und anderen.  Das macht zufrieden. 

 

4) Was ist Deiner Meinung nach in dieser Zeit besonders wichtig?

Meiner Meinung nach ist es nun (eigentlich immer, aber jetzt besonders) sehr wichtig bei SICH zu bleiben. Dazu lädt uns die Situation zu Hause zu bleiben ja förmlich ein. Für mich bedeutet zu Hause zu sein, mit meinem INNERSTEN  in Verbindung zu sein, eben bei mir zu Hause zu sein. Du kannst durch ganz einfache Übungen immer wieder den Fokus nach Innen richten. Beobachte einfach den Atem für ein paar Atemzüge und frage dich: 

Wo kommt der Atem her, wo geht der Atem hin? 

Das führt dich vielleicht in eine tiefe  Demut,  die dir helfen kann dich mit deinem tiefsten Innersten in Verbindung zu bringen.  Erinnere dich einfach immer  wieder daran, ein paar bewusste Atemzüge zu nehmen. Der Atem ist die Brücke, die dich nach INNEN führt. Auch einfach mal zwischendrin einen bewussten Atemzug zu nehmen und den Atem zu zelebrieren,  wirkt Wunder. 

Beginne deine Gedanken zu beobachten und lasse die Gedanken einfach vorüber ziehen, wie die Wolken am Frühlingshimmel. Halte sie nicht fest – sie kommen und gehen. Bewerte sie nicht – beobachte nur. 

Beginne deinen Geist wie einen Garten zu pflegen. Lasse hier schöne Pflanzen und Blumen gedeihen, während du darauf achtest, das Unkraut,  wie Gedanken der Missgunst, des Neides, der Angst, etc., zu jäten. Das macht Platz für eine ruhigen Geist und schöne GeDANKEn. 

Das Wort GeDANKEn lädt uns auch ein,  „Danke“ zu sagen. Mache es dir zur Aufgabe, jeden Abend vor dem Einschlafen Danke zu sagen. Nicht mechanisch, sondern liebevoll. Bedanke dich bei allen was dir einfällt, bei dir selbst, dass du zu Essen hast, dass du dich bewegen kannst, dass du ein Einkommen hast, dass du gesund bist, ………………. Lass es einfach sprudeln. Egal was dir einfällt. Es gibt soviel … es gibt soviel Schönes und Gutes. 

Das ist eine so kleine Aufgabe, die unsere Chemie augenscheinlich positiv stimmt. Unser ganzes neuronales System verändert sich. Neue Verknüpfungen helfen uns,  Frieden zu finden – sie helfen uns zu FRIEDEN zu werden. 

 

5) Was denkst Du, ist die „Lernaufgabe“ hinter COVID 19?

Ich denke, es ist eine grundsätzliche Lernaufgabe, die nich nur hinter COVID steht. COVID ist meiner Meinung nach nur der Zündstoff, der die ganze Situation bewusst und sehr akut gemacht hat. Das war vielleicht schon überfällig.  Die Lehren sind immer die Gleichen. Wir sind nicht umsonst in diese Zeit geboren und erleben nicht umsonst diese sogenannte Krise. Aus dem Yoga heraus betrachtet würde es bedeuten, dass unser gesamtes „karmisches Paket“ diese Situation verursacht hat. 

Aber genau darin liegt die Lösung, denn das bedeutet auch, dass wir die Tools und die Möglichkeit haben, diese Krise nicht nur irgendwie zu überstehen, sondern als Herausforderung sehen, sie positiv zu nutzen und positiv zu verändern. 

Wir sind nun gefragt, Freude, Liebe und Harmonie zu kultivieren – erst einmal in uns selbst und um dann andere Menschen damit zu erreichen. 

Wir sind nicht umsonst in diese Krise geraten, wir sind diejenigen, die Licht in die Dunkelheit bringen und Veränderung  bewirken können. Ich sehe das als unsere Aufgabe. Das muss gar nichts großes sein – Du kannst einfach auch ein kleines Licht in die Dunkelheit bringen. 

Komme einfach zur Ruhe. Wenn nicht jetzt, wann dann? Spüre den Atem und finde ein bisschen Frieden mit dir selbst, dann wird diese Schwingung Positives auslösen. Wir haben die Fähigkeit zu Empathie,  Geduld und Mitgefühl und diese Fähigkeit heisst es nun auszubauen, zu pflegen und zu hegen. Wir sind gefragt, uns selbst gegenüber Liebe und Mitgefühl zu entwickeln und zu  FRIEDEN werden. 

Der Schmerz, den wir in unserem Herzen spüren, hat seinen Grund. Er ist nicht umsonst da, er ist nicht da, um uns zu quälen. Lasse zu, dass er dich zurück führt in deine tiefste Quelle in dein tiefstes VerTRAUEN. Traue dich, dich einzulassen, anstatt Widerstand aufzubauen. 

 

6) In wie fern wurdest Du bereits herausgefordert und wie bist Du damit umgegangen?

Ich hatte schon einige Phasen in meinem Leben, die mich stark herausgefordert haben. Mir fällt dazu auch eine Situation in meiner Kindheit ein und irgendwie habe ich es auch schon als Kind geschafft, mich nach Innen zu ziehen und Kontakt mit meinem innersten Kern aufzunehmen. Das löst bei mir eine tiefe Demut aus. Und DeMUT wiederum gibt mir Mut und stärkt mich.

Das ist das, was wir im Yoga „Ishvara Pranidhana“ nennen. Sie etwas Höherem hinzugeben. Das Ego beiseite zu stellen und Hingabe zu üben. Surrender bedeutet Hingabe und  ist das Wort, das ich im Englischen sehr liebe. 

 

7) Welche drei Zitate / Mantras / Sprüche geben Deiner Meinung nach nun am meisten Kraft?

Es gibt immer wieder Zitate oder Sprüche oder auch Mantras, die mir besonders helfen oder besonders mit der momentanen Situation in Resonanz gehen. Es gibt einige Mantras die mich schon lange begleiten: wie z.B.

Mahamrityunjaya Mantra

Gayatri Mantra

Om Asatoma Sat Gamaya. 

Ein Zitat fällt mir aber gerade ein, das im Moment ganz gut passt:

Du kannst die Wellen nicht aufhalten. Aber du kannst lernen, auf ihnen zu surfen.
(von Swami Satchidananda) 

 


 

P.S.: Dies ist sozusagen ein „vorgezogenes Interview“, denn eigentlich wollte ich noch eine Weile warten und Eva ganz andere Fragen stellen 🙂 Doch seinen Impulsen soll man folgen und genau deshalb konntet ihr diese Worte lesen. Es wird also noch eine Fortsetzung geben, auf die ich mich jetzt schon freue  🙂

 

Wer gerne mehr über Eva und Ihrer Arbeit erfahren möchte schaut am besten auf Ihrer Homepage vorbei: http://www.ananda-yoga.de

 

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