#58 LGBT – Ein Outing ist mehr als nur ein Outing

LGBTQ Ein Outing ist mehr als nur ein Outing

Huch, da ist ja auf einmal eine kleine Regenbogenflagge zu sehen.
Mit Sicherheit, muss ich nicht erklären, wofür diese steht – denn letztlich sind wir alle Kinder des Regenbogens 🙂

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mich nun endlich traue einen LGBTQ+Post zu verfassen.

Ursprünglich dachte ich, dass das gar nicht nötig ist, denn es gibt ja schon so viele wirklich gute Blogs zu den queeren Themen – doch nun weiß ich, dass ich dem ein oder der anderen mit meiner Sicht in der Community vielleicht helfen kann.

Auch wenn es im 21. Jahrhundert nicht mehr nötig sein sollte, dass man sich „outen muss“ – so ist es oft noch ein „heikles Thema“ und dabei so wichtig.

Wieso?

Nun – ein Outing ist eine „ich bin“ Aussage. Egal ob lesbisch, schwul, Trans, inter, gender-fluid oder oder oder – es ist eine „ich bin“ Aussage. „Ich bin“ ist die stärkste Aussage, die ein Mensch über sich treffen kann. Sie ist energetisch, wie eine Art Aushängeschild und bewirkt so Einiges.

Stellt man sich vor, dass jemand sich nicht traut diese entscheidende „Ich bin“-Aussage wahrheitsgetreu zu formulieren, belügt diese Person also nicht nur sich selbst, sein Umfeld, sondern verfälscht auch die Frequenzen, die ausgesendet werden. (Ein kleiner Einschub: Ich gehe davon aus, dass ich „Gedanken werden Dinge“ an dieser Stelle nicht mehr erklären muss?! Dahinter verbirgt sich das „Gesetz der Anziehung“ welches in der Quantenphysik mannigfaltig thematisiert wird).

Das kann zur Folge haben, dass diese Person im Inneren heimlich etwas wünscht, doch es im Außen nicht ausspricht und so können „unpassende“ Manifestationen entstehen.

Und dann geht oft eine Kettenreaktion los … Man zieht Dinge an, die also nicht zum „wahren Ich“ passen – man regt sich darüber auf, wird frustriert und es wird immer schwerer damit umzugehen. Frust kommt auf.

Für Verabredungen, Parties, Veranstaltungen müssen Alibis erfunden werden, denn andere dürfen ja nicht wissen, wo man in Wirklichkeit ist. Man entwickelt ein „Doppelleben“. Lügen kommen auf.

Was passiert, wenn man plötzlich auffliegt, denn die Wahrheit kommt ja schließlich immer ans Licht?! Was ist, wenn also „worst-case“ eintritt? Angst kommt auf.

Wo Angst ist, folgt oft die Wut – denn man ist wütend auf die Welt. Warum braucht es ein Outing? Warum wird man nicht einfach so akzeptiert, wie man ist? Warum lässt man mich nicht in Ruhe? Warum ich? Wut kommt auf.

Frust, Lügen, Ängste, Wut – absolut negative Gefühle, welche sich wie Gift auf deinen Körper, Geist und deine Seele auswirken …

Und plötzlich – so finde ich – hat dieses Outing nämlich eine andere Bedeutung. Es ist nämlich nicht „nur“ die Aussage, als welches Geschlecht man sich identifiziert und zu welchem man sich hingezogen fühlt, sondern eine Reinigung, eine Befreiung und ein Wegweiser, für ein echtes Leben.

Ja,  ich weiß, wie groß diese Angst sein kann. Sie kann einem regelrecht die Luft abschnüren – vor allem beim Gedanken, sich bei den Eltern zu outen.

Ja, man wird nie wissen, wie sie reagieren – oft reagieren sie besser, als befürchtet – aber leider gibt es auch zahlreiche Beispiele, in denen es ihnen an Akzeptanz fehlt….

….
Ja, das ist traurig – traurig, dass manche Eltern, die Liebe zu ihren Kindern an Bedingungen knüpfen …. aber …. noch trauriger ist es, wenn jemand ein Leben in Frust, Lügen, Ängste, Wut verbringt – denn das ist kein Leben – das ist ein schlechtes Schauspiel – eines bei dem man leer ausgeht.

Mir ist wichtig allen, die sich noch nicht getraut haben und allen, die an manchen Stellen Ablehnung erfahren haben neuen Mut zu geben – eine positive Aussicht und die Kraft „ich bin“ zu sagen … denn glaubt mir eines – in dem Moment, in dem man wahrheitsgetreu sagt „ich bin“ wird dein Leben abheben.

Aus Frust wird Freude – aus Lügen wird Wahrheit – aus Angst wird Ruhe – aus Wut wird Zuversicht – und dein Aushängeschild wird zu deinem Spiegelbild und plötzlich wird man feststellen, dass die „genau richtigen Dinge“ ins Leben treten.

Wer immer da draußen mit mir darüber sich austauschen möchte, darf dies gerne tun. Ich verspreche, dass ich Alles diskret und vertraut behandeln werde.

Damals war ich sehr froh, eine solche Ansprechperson zu haben und möchte es nun zurückgeben.

Auch wird es in Zukunft Beiträge zu meiner Sicht der LGBTQ+ Welt geben – mal schauen, was da kommt 🙂

Seid euch selbst treu und liebt euch, so wie ihr seid.

Namaste.

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Das Hintergrundbild habe ich auf unsplash gefunden.

 

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