#55 Interview mit Bianka Gross

Interview Bianka Gross

Voller Begeisterung möchte ich Dir heute Bianka Gross und Ihre Geschichte vorstellen und mich gleichzeitig bei ihr bedanken, dass Sie einen so offenen und vertrauensvollen Einblick gewährt. Ich verneige mich vor ihrer Willensstärke, ihrer Weisheit, ihrem Mut und ihrer Offenheit.

Es fällt mir schwer eine Einleitung zu schreiben, denn sicherlich wird diese kaum ihrer Worte gerecht – daher schau selbst 🙂


Liebe Bianka, bitte stelle dich selbst kurz vor. Was gibt es über Dich zu wissen?

Lieber Marco, hm…. Was gib es über mich zu wissen? Gute Frage! Ich glaube ich beantworte die Frage ganz einfach: Ich heiße Bianka Gross, bin 46 Jahre alt, habe 3 Kinder und ein Enkelkind. Ich arbeite in meiner Praxis für systemische Aufstellungen und habe einen Dienstleistungsbetrieb für einen Stromversorger. 3 wunderbare Mitarbeiter regeln den Betrieb, damit mir mehr Zeit für meine Vorträge und Seminare bleibt.


Es gibt „zwei große Aufgaben“ in deinem Leben. Eines davon ist die systemische Aufstellung. Wie würdest Du diese erklären? Worum geht es dabei?

Die Systemische Aufstellung macht Unsichtbares sichtbar. Wir haben von unserer Familie nicht nur sichtbare Merkmale wie die gleiche Haarfarbe, Gesichtszüge etc.  geerbt, sondern auch Ereignisse und Situationen, die mit dieser Arbeit sichtbar gemacht werden. Denn in den meisten Fällen verursacht Unsichtbares bzw. nicht Offensichtliches viel Leid.

Mein Lieblingszitat von Anna Maria Belz beschreibt die Aufstellungsarbeit mit kurzen Worten: „Aufstellungsarbeit ist eigentlich Versöhnungsarbeit“

Sie erleichtert, macht frei und nimmt uns schwere Lasten von den Schultern. Aufstellungen sind heilsam und öffnen Türen – zum Verstehen, zum Verzeihen, zum loslassen und zu neuen Wegen.


Wie kamst du zu der systemischen  Aufstellung?

Durch meine ehemalige Nachbarin, sie erzählte mir nach einem Elternabend von der systemischen Familienaufstellung. Zuerst war ich etwas skeptisch, die Geschichten die sie mir erzählte waren so ungewöhnlich, nichts was mir davor schon mal begegnet ist. Ich vereinbarte einen Termin, um mir diese Arbeit einmal anzuschauen – und – ich war vom ersten Augenblick verzaubert … bis heute. Eine großartige Chance, um einen umfassenden Blick auf Situationen zu bekommen, sie zu begreifen und zu verändern.

Wie hat das Ausüben der systemischen Aufstellung dein Leben bereichert?

Dazu reicht der Platz nicht, um alles aufzuführen. –Lach- Sagen wir es mal so: Es gibt keinen Bereich in meinem Leben, der nicht durch diese Arbeit beeinflusst, gereinigt  und geheilt wurde. Und doch gibt es immer wieder Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Mit dieser Arbeit kann ich die Herausforderungen nicht umgehen, aber ich bin schneller durch die Phasen und bekomme einen Überblick, was ich durch diese Situation lernen darf. Und das ist das wirkliche Geschenk hinter den Aufstellungen: meine Entwicklung.


Die zweite große Aufgabe ist die Chakrenarbeit. Wir würdest du diese erklären? Worum geht es dabei? Wie kann Chakrenarbeit einem helfen?

Die Wissenschaft der Chakren ist jahrtausendealt,  ich würde sie als den „Spielplan“ des Lebens bezeichnen. Alle Lebensthemen von der Zeugung bis zum Tode finden sich in der Lehre wieder. Alle Herausforderung psychisch und physisch können anhand der Chakrenlehre erklärt werden. Wenn man die Chakrenlehre begreift, begreift man auch schwierige Begebenheiten im eigenen Leben, fühlt sich nicht mehr als Opfer und weiß um die Lernaufgabe der jeweiligen Situation. In meinen Vorträgen und Seminaren möchte ich diese Lehre wieder in das Bewusstsein der Menschen holen, damit  Menschen wieder an Ihre ursprüngliche Schöpferkraft über Ihr Leben erinnert werden.


Wie kamst du zur Chakrenarbeit und wie hat sie dein Leben bereichert?

In meiner Ausbildung im Systemischen Familienstellen haben wir die 7 Hauptchakren aufgestellt. Das heißt, ich konnte meine momentanen Herausforderungen mit einem Blick erfassen und bekam eine Idee was damit alles möglich war. Ab diesem Zeitpunkt, habe ich angefangen mich mit der Wissenschaft hinter den Chakren zu beschäftigen. Und ich staunte – bzw. staune immer noch über meine Erkenntnisse.

Ich möchte eine Kurzfassung der 7 Chakren beifügen
(Name – Hauptthema – geistige Blockade)

  1. Wurzelchakra: Urvertrauen – blockiert durch Angst
  2. Sakralchakra: Lebensfreude – blockiert durch Schuld
  3. Solarplexuschakra: Persönlichkeit – blockiert durch Scham
  4. Herzchakra: Liebe – blockiert durch Traurigkeit
  5. Halschakra: Wahrheit – blockiert durch Lüge
  6. Stirnchakra: Intuition – blockiert durch Illusion
  7. Kronenchakra: Autorität – blockiert durch Vergeistigung


Nun kommt die vielleicht persönlichste Frage. Du hast oder hattest Krebs und bereits einen sehr anstrengenden Weg hinter Dir. Möchtest Du uns von deinem bisherigen Weg berichten? Wie hat die Diagnose dein Leben verändert? Was hast du seither Alles gemeistert? Wie ist deine Einstellung Heute zum Krebs?

Ja, der Weg war sehr beschwerlich, für mich und auch für meine Familie. Im August 2011 war die erste Diagnose Brustkrebs. Danach durchlief ich alle schulmedizinischen Therapien. Meine Ausbildung im systemischen Familienstellen begann ich 5 Monate vorher, da ich schon länger spürte, dass sich etwas ändern musste in meinem Leben – und zwar schnell.

Die Ausbildung beendete ich trotz Chemotherapie, weil ich spürte: nur wenn ich meine Themen anschaute, konnte Heilung geschehen. Nach Abschluss der Therapien, bin ich als geheilt entlassen worden. Doch ich fühlte mich innerlich nicht so. Ich unterstütze mich weiterhin mit alternativen und energetischen Methoden. Im Sommer 2015 war der Krebs zurück, mit Metastasen im Bauchfell, den Beckenknochen, den Eierstöcken und der anderen Brust. Definitiv unheilbar, laut Medizin.

Und so fühlte ich mich auch, kein Arzt den ich aufsuchte machte mir Hoffnung. Das größte Zugeständnis war: wir versuchen ihr Leben zu verlängern. So ……jetzt musste ich Gas geben, ich versuchte unendlich viele Methoden, besuchte Heiler auf der ganzen Welt, baute Cannabis an, machte Hypnose etc. alles half etwas, nur der große Durchbruch kam nicht und so wurden meine Symptome besser und dann wieder schlechter, dann besser usw. Ich wollte nicht aufgeben, ich spürte, dass es einen Ausweg gab, ich brauchte aber noch Zeit um den Weg zu finden, deshalb willigte ich noch einmal in die Chemotherapie ein. Der Durchbruch kam dann im Dezember 2016 bis Februar 2017 in dieser Zeit lernte ich einen Coach kennen, der mit dem Unterbewusstsein arbeitet, ein Medium, einen Heilpraktiker und einen Heiler. Diese Personen stabilisierten mich, damit ich mich weiter auf die Suche machen konnte. Meine Essenz ist die Erkenntnis, dass dich keiner, wirklich kein anderer heilen kann, nur DU selbst. Die anderen können unterstützen und begleiten, aber die Einsichten müssen von dir kommen. Die zwei Begriffe, die diese Zeit am besten beschreiben, sind: Mut und absolute Ehrlichkeit zu sich selber.

So begann ich mit den Chakren zu arbeiten, intensiv und ausdauernd. Mit der Zeit stellten sich Mut und Klarheit ein und ich änderte das was nicht mehr stimmig war, denn ich hatte mich verändert. Ich musste mich verändern, um zu überleben.

Wie ist meine Einstellung zu Krebs? Ich kann im Rückblick erkennen, dass die Krankheit mich zu mir selbst gebracht hat. Sie hat mir geholfen Masken und Rollen abzulegen, die ich dachte, die gehören zu mir. Sie hat mich gelehrt dankbar zu sein. Am Ende war sie MEINE Chance auf ein Leben, in dem ich mich immer besser kennenlerne. Und da mein Erlebnis mit Krebs mich bis kurz vor den Tod gebracht hat, bin ich auch heute noch eifrig dabei mich zu Ent-wickeln.


In einem Vortrag sprachst du davon, dass beim Kampf gegen den Krebs ein zentraler Gedanke / eine Intuition immer zu Dir sprach. Welcher / welche ist dieser / diese?

Ok, jetzt wird es spirituell. Mit der Technik des Aufstellens war ich im stetigen Kontakt mit der Krankheit. Ich frage nach, welche Themen ich mir anschauen sollte, welche Hilfen momentan dran sind und ich befragt die Akasha-Chronik (die kosmische Bibliothek) was denn zur Heilung von Krebs in ihren „Büchern“ steht. Die Antwort war: Hole dir was zum schreiben……wir diktieren…..ich schrieb auf …….und danach lebe ich jetzt.

Der vorherrschende Gedanke war aber: Ich werde vor vielen Menschen sprechen und Ihnen Mut machen. Diese Aussage wiederholte sich in verschiedenen Heilsitzungen immer wieder, vor und während der Krankheit und ich glaubte fest daran, dass es genau so eintreten würde. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, über was ich sprechen werde, aber diese „Aufgabe“ gab bzw. gibt mir die Kraft nicht aufzugeben.


Wie hast du es geschafft, an diesem Gedanken festzuhalten? Sicherlich gab es viele, die Dir das Gegenteil einreden wollten und zahlreiche „dunkle Stunden“? 

Interessanterweise traten mehrmals fremde Personen an mich ran und meinten „keine Angst, du wirst nicht sterben“. Sie taten das ungefragt: im Kosmetikstudio, bei einem Geburtstag am Buffet…….

Auch die Heiler mit denen ich arbeitet, ermutigten mich ständig. Wobei ich das oft in Frage gestellt habe, wenn ich wieder in der Notaufnahme landete, weil ich vor lauter Schmerzen nicht mehr weiter wusste oder einen Termin mit Schulmediziner hatte, die immer nur von Lebensverlängerung sprachen und mir nie, wirklich nie die Hoffnung gaben, dass ich wieder gesund werde. Ich bin nicht grundsätzlich gegen die schulmedizinischen Therapie, manchmal kann sie wertvolle Zeit verschaffen und die Schmerzmittel sind ein Geschenk.

In den letzten 1,5 Jahren habe ich mich nicht mehr  in ein CT begeben, keine Tumormarker bestimmt…..ich kann momentan schulmedizinisch nicht beweisen, dass ich keine Metastasen mehr habe. Ich beschreibe mich gerne als „außergewöhnlich positiver Verlauf einer totbringenden Krankheit“


Welchen Rat würdest Du einem Menschen geben, der sich gerade in seiner „dunkelsten Stunde“ befindet?

Das ist eine heikle Frage…. Denn jeder hat seinen eigenen Weg. Die Menschen, die mich finden bzw. die mich auf Empfehlung von anderen aufsuchen, konnte ich bis jetzt nicht auf meinem Weg mitnehmen, sie sind außnahmslos nach 2 oder 3 Treffen andere Wege gegangen.

Ein Ratschlag möchte ich trotzdem geben: Absolute Ehrlichkeit zu sich selber und Mut neue Wege zu gehen, wenn die alten nirgendwo mehr hinführen.

In meinen Vorträgen berichte ich über Methoden die unterstützen, auch als Vorsorge und bei jeder Art von Ungleichgewicht physisch wie auch psychisch. Für Krebspatienten habe ich noch andere Empfehlungen.


Auf welche Schritte in deinem Leben bist du besonders stolz?

Das kann ich nur allgemein beantworten: Auf jeden einzelnen Schritt zu mir selbst.


Und zum Ausklang der Fragestunde – Welche Bücher / Podcasts usw. findest du sind ein absolutes Muss?

Über diese Frage habe ich lange nachgedacht. Je nach Entwicklungsstand meinerseits, waren mal diese Bücher mal andere Bücher wichtig. Ich habe so viele Bücher gelesen, dass ich das nicht mehr genau weiß.

3 Bücher sind sehr präsent:

Das Buch, welches mich auf meinen Weg gebracht hat, war das von H.P. Kerkeling „ Ich bin dann mal weg.“ In dem Buch beschreibt er seinen Pilgerweg auf dem er von Schmetterlingen begleitet wurde und jedes Mal, wenn er vom Weg abgekommen ist, die Schmetterlinge nicht mehr da waren. Oft hat er sich gewünscht, dass nette, lustige (was auch immer er gerade brauchte) Menschen seinen Weg kreuzen, und das hat  immer funktioniert. Da dachte ich mir, was H.P. kann, kann ich auch.  So begann ich mit Absichten und Wünschen  zu arbeiten.

Das  zweite Buch ist ein Buch über die Chakrenlehre. Sehr verständlich geschrieben und zum Einsteigen sehr gut geeignet: „Chakra Praxisbuch“ von Kalashatra Govinda.

Das dritte Buch ist „Zwillinge als Licht geboren“ von Bernadette von Dreien. Sie schreibt über ihre Tochter Christina, die mit einem stark erweiterten Bewusstsein geboren wurde. Das Buch hat mich tief beeindruckt. Und sehr vieles konnte ich wiederfinden, was ich meinen Klienten erzählte. Es war für mich eine Bestätigung. Und ein Anreiz weiterzugehen auf meinem Weg. Ich rechne nicht damit, das wahrzunehmen, was Christina wahrnimmt. Und doch versuche ich mich weiter in Achtsamkeit und Wahrnehmung zu schulen.

Eine meine größten Inspirationen kommen von Xavier Naidoo. Schon Anfang zwanzig war ich fasziniert von seiner Musik und seinen Texten. Doch erst heute verstehe ich die Weisheit in seinen Liedern und bin tief beeindruckt .

Einige meiner engsten Freunde wissen, wie brennend gerne ich mit Xavier über Gott und die Welt sprechen würde.

 

Danksagung:

Danke Bianka, dass du so ehrlich und offen deine Erfahrungen mit „so vielen Menschen“ teilst und deiner Vision folgst. Es erfordert Mut über etwas zu sprechen, dass für das menschliche Auge unsichtbar, für die Nase ohne Geruch, für das Ohr ohne Klang, für die Haut ohne Berührung und für den Mund ohne Geschmack ist.

Für alle Interessenten – hier der Link zu Ihren Seiten:

www.bianka-gross.de

www.complete-seideinwunder.de

 

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