#41 Kümmere Dich um Dein inneres Kind.

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Ich bin mir ziemlich sicher, dass fast jeder schon einmal von dem „inneren Kind“ gehört hat. Es ist ein sehr weitreichendes und tiefgründiges Thema – daher versuche ich es heute ein Stück weit zu erklären und mit einer Facette von mir zu ergänzen.

Das „innere Kind“ ist eine moderne Betrachtungsweise sämtlicher erlebter Emotionen in der Kindheit. Gefühle und Erfahrungen, wie Freude, Schmerz, Glück, Liebe, Hass, Angst, Ablehnung, Zuneigung, Geborgenheit usw. Auch wenn wir das Kind in uns nicht ständig wahr nehmen, so ist es immer da. Bestimme Situationen und Auslöser im Leben können dazu führen, dass sich unser erwachsenes Bewusstsein damit verbindet und diese Erfahrungen wieder „hoch kommen lässt“. Dies kann dazu führen, dass wir uns „klein fühlen“ oder eine Situation „intensiver“ erleben oder empfinden, als es „eigentlich angemessen ist“. Umgangssprachlich sagt man dazu „da ist aber einiges hochgekommen“.

Meiner Betrachtung nach, spielt das innere Kind im Umgang mit der Familie eine große Rolle. Sobald die eignen Eltern einen kritisieren, fühlt man sich wie ein kleines Kind, egal wie alt man tatsächlich ist. Gerade die Eltern und Geschwister – sagen wir mal all unsere Ahnen – haben in unserer Kindheit den größten Einfluss auf uns. Als neugeborenes Kind sind wir von der Liebe, Fürsorge, Aufmerksamkeit und Pflege unserer Eltern abhängig. Was wir in dieser Zeit erleben prägt uns und unsere Denkmuster, Weltanschauung und Überzeugungen.

Jeder von uns hat etwas in der Kindheit erlebt, dass er nicht vergessen kann – Positives, wie Negatives. Doch oft ist das Negative präsenter (typisch Mensch) und selbst noch im Erwachsenen Alter ein „Thema“ für uns.

Nun ist das Wunderbare, dass wir „weit“ und „alt“ genug sind, um unser inneres Kind an die Hand zu nehmen und ihm zu erklären, dass ihm nichts mehr passieren wird, dass wir uns um es kümmern. Ja – das kann im ersten Moment paradox klingen, aber lass den Gedanken einmal zu. Es geht in erster Linie darum zu erkennen, dass auch unsere Eltern ein inneres Kind haben – auch Sie haben also Themen, die sie „noch nicht verarbeitet haben“. Diese führen an der einen oder anderen Stelle in der Erziehung dazu, dass sie emotional geladen Fehler gemacht haben, welche wieder rum Dich geprägt haben… und soll ich Dir dazu etwas verraten? Das ist menschlich.

Meiner Meinung nach, ist es ein wichtiger Schritt, seinen Eltern zu vergeben, dass sie eben nicht Alles richtig gemacht haben. Zu erkennen, dass es in der Vergangenheit so war und für dein Jetzt und deine Zukunft keine Rolle mehr spielt. Du bist jetzt in der Position zu entscheiden, wie du weiter machen wirst und welche Einstellung du wählst.

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Photo by Gerome Viavant – gefunden auf: http://www.roadheart.com/das-innere-kind-heilen

Sei dir auch bewusst, dass das innere Kind gerne spielen und Spaß haben möchte. Es sich gerne mit anderen austauscht und herum albert und die Welt voller Magie sieht. Sei nicht „zu erwachsen“ und lass deinem Kind etwas Freiraum und Ausdruck.

 

Photo by Leo Rivas on Unsplash

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